Flexodruckfarben sind ein wesentlicher Bestandteil bei der Herstellung einer Vielzahl bedruckter Produkte, und ihre Zusammensetzung ist eine präzise Wissenschaft, die darauf abzielt, ein Gleichgewicht zwischen Applikationseigenschaften und Leistung im Endgebrauch zu erreichen. Die Wahl zwischen wasserbasierten, lösemittelbasierten und energiehärtbaren Systemen hängt vom Substrat, der Drucktechnologie, der gewünschten Druckqualität und umweltbezogenen Aspekten ab. Wasserbasierte Farben verwenden Wasser als Hauptträger und dominieren bei porösen Substraten wie Papier, Karton und Wellpappe. Zu ihren Vorteilen zählen geringere VOC-Emissionen, reduzierte Brennbarkeit und einfachere Reinigung. Wichtige Leistungsmerkmale wasserbasierter Farben sind die Wasserdichtigkeit und Nassreibefestigkeit nach dem Trocknen, die für Verpackungen entscheidend sind, die Feuchtigkeit ausgesetzt sein können, wie Getränkekästen oder Tiefkühlverpackungen. Lösemittelbasierte Farben verwenden organische Lösungsmittel wie Alkohole, Acetate oder Ketone als Träger. Sie zeichnen sich durch sehr schnelle Trocknungsgeschwindigkeiten und hervorragende Haftung auf einer breiten Palette nichtporöser Folien aus. Ihre Hauptnachteile sind die VOC-Emissionen, die Abluftreinigungsanlagen erfordern, sowie die Brennbarkeit, die besondere Handhabungs- und Lagerbedingungen notwendig macht. Sie sind die traditionelle Wahl für hochwertige Flexible Packaging-Drucke auf Folien wie BOPP, PET und NYLON. Energiehärtbare Farben, vor allem UV- und EB-Farben, stellen den Hochleistungsbereich dar. Sie ermöglichen sofortige Härtung, was eine unmittelbare Weiterverarbeitung fördert, und erzeugen einen außergewöhnlich langlebigen und chemikalienbeständigen Druck. Ihre Formulierung basiert auf Acrylatchemie und enthält keine flüchtigen Trägerstoffe, wodurch nahezu 100 % des formulierten Materials genutzt werden. Allerdings erfordern sie hohe Investitionen in Aushärteanlagen und eine sorgfältige Handhabung aufgrund der möglichen Hautreizungen durch ungehärtete Materialien. Ein kritischer Aspekt bei allen Farbtypen ist ihr Verhalten in der Druckeinheit. Der Farbübertrag wird beeinflusst durch die Klebekraft (Tack), Viskosität und Oberflächenspannung der Farbe sowie durch die Druckgeschwindigkeit und den Druck zwischen Platte und Substrat. Ebenso wichtig ist die Spezifikation der Aniloxwalze; das Zellvolumen und die Geometrie müssen auf den Farbtyp und die gewünschte Druckdichte abgestimmt sein. Für weitere Informationen über unser breites Sortiment an Flexodruckfarben und Unterstützung bei der Auswahl der optimalen Technologie für Ihre spezifische Anwendung wenden Sie sich bitte an unser Vertriebs- und Technikteam. Wir können Vergleichsdaten, Anwendungsbeispiele bereitstellen und Druckversuche zur Leistungsdemonstration vereinbaren.