Die Zusammensetzung von Flexodruckfarben ist ein präzises Abstimmungsverfahren, das darauf abzielt, eine bestimmte Menge an Ziel-Eigenschaften für einen konkreten Druckauftrag zu erreichen. Wichtige Bestandteile sind: Pigmente, die Farbe und Deckkraft liefern; sie werden aufgrund ihrer farblichen Eigenschaften, Lichtbeständigkeit, chemischen Beständigkeit und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften ausgewählt. Bindemittel (Harze), die den durchgehenden Film bilden, der das Pigment auf dem Substrat fixiert; sie bestimmen Haftung, Glanz, Flexibilität und Beständigkeitseigenschaften. Trägerstoffe, die das Bindemittel auflösen oder dispergieren und das Pigment auf das Substrat übertragen – Wasser, organische Lösungsmittel (z. B. Alkohole, Ester) oder reaktive Verdünnungsmittel (bei UV-Druckfarben). Additive, die in geringen Mengen eingesetzt werden, um bestimmte Eigenschaften zu verändern, wie Entschäumer, Wachse (für Reibungsbeständigkeit), Dispergiermittel und Tenside (zur Steuerung der Oberflächenspannung). Eine wichtige Kategorie sind metallische Flexodruckfarben, die Aluminiumflocken verwenden, um einen silbernen, goldenen oder bronzefarbenen Effekt zu erzeugen. Diese Druckfarben sind bekanntermaßen anspruchsvoll, da die empfindliche Flockenstruktur leicht durch Scherkraft in Pump- und Dosiersystemen beschädigt werden kann, was zum Verlust des metallischen Glanzes führt. Oftmals sind spezielle, scherarme Umlaufsysteme erforderlich, und die Formulierung erfolgt mit Harzen, die die Flocken parallel zur Substratoberfläche ausrichten, um die Reflektivität zu maximieren. Eine typische Anwendung findet sich bei hochwertigen Spirituosenetiketten oder kosmetischen Verpackungen, wo der metallische Effekt Qualität und Luxus vermittelt. Ein weiterer Spezialbereich ist der Druck auf transparenten Folien für den Rückendruck, bei dem der Druck durch die Folie hindurch betrachtet wird. Dies erfordert Druckfarben mit sehr hoher Transparenz und Brillanz, da jegliche Trübung oder Mattigkeit sichtbar wäre. Die Farbschicht muss außerdem eine hervorragende Haftung auf dem rückseitig bedruckten Substrat aufweisen, das oft eine behandelte Polyolefinfolie ist, und mit dem Laminierklebstoff, der darüber aufgebracht wird, verträglich sein. Im Bereich des Postprints auf Wellpappe, bei dem direkt auf der Wellpappe gedruckt wird, muss die Druckfarbe in der Lage sein, die unebene Oberfläche der Wellen zu überbrücken, ohne einzusaugen – eine Eigenschaft, die als „Deckvermögen“ ("holdout") bezeichnet wird. Dies erfordert oft eine höhere Viskosität und eine spezifische Rheologie, um die Zwischenräume zu überbrücken und einen gleichmäßigen, konsistenten Druck zu gewährleisten. Schnelles Trocknen ist ebenfalls entscheidend, um zu verhindern, dass die Pappe durch Feuchtigkeitsaufnahme wasserbasierter Druckfarben ihre Stapelfestigkeit verliert. Für technische Datenblätter, Sicherheitsdatenblätter und fachkundige Beratung bei der Auswahl der richtigen Flexodruckfarbe für Ihr Substrat und Ihre Anwendung – sei es für hochwertige Etiketten, flexible Verpackungen, Faltschachteln oder Wellpappe – laden wir Sie herzlich ein, Kontakt mit uns aufzunehmen. Unser Team steht Ihnen gerne mit den notwendigen Informationen und Unterstützung zur Verfügung.