Flexodruckfarben sind komplexe Mischungen, deren Leistung entscheidend für den wirtschaftlichen und qualitativen Erfolg des Druckprozesses ist. Eine grundlegende Eigenschaft ist die Viskosität, die jeden Schritt des Druckvorgangs beeinflusst. Sie wird typischerweise mit einem Becherviskosimeter (z. B. Zahn-Becher) oder präziser mit einem Rotationsviskosimeter gemessen. Bei wasserbasierten Farben wird die Viskosität oft durch Zugabe von Wasser oder Aminen geregelt; bei lösemittelbasierten Farben durch Zugabe von Lösungsmittel. Automatisierte Viskositätsregler werden zunehmend häufig auf Druckmaschinen eingesetzt, um diesen Parameter in einem engen Toleranzbereich zu halten und so einen gleichmäßigen Farbauftrag und konstante Farbdichte sicherzustellen. Der pH-Wert wasserbasierter Farben ist ein weiterer entscheidender Parameter. Die meisten wasserbasierten Flexodruckfarben sind leicht alkalisch (pH ~8,5–9,5), um die Acrylharze in Lösung zu halten. Ein Absinken des pH-Werts kann dazu führen, dass das Harz ausfällt, was zu einer starken Erhöhung der Viskosität, Glanzverlust und schlechter Wasserbeständigkeit führt. Der pH-Wert kann mit Aminen wie Ammoniak oder AMP-95 eingestellt werden. Das Phänomen der Schaumbildung ist ein häufiges Problem bei wasserbasierten Farben, das durch Pumpen und Zirkulation verstärkt wird. Schaum kann Druckfehler wie Lunker verursachen und im Extremfall das Farbwerk überlaufen lassen. Dem wird mit Entschäumern entgegengewirkt, die jedoch sorgfältig ausgewählt werden müssen, um andere Probleme wie Kraterbildung oder verminderte Benetzung zu vermeiden. Eine spezielle Anwendung, die die Grenzen der Flexodruckfarbentechnologie auf die Probe stellt, ist der Druck auf Abdeckfolien für selbstklebende Etiketten. Die silikonbeschichtete Oberfläche weist eine extrem niedrige Oberflächenenergie auf, wodurch die Haftung sehr schwierig ist. Dafür sind spezialisierte Farben erforderlich, die oft auf einzigartigen Harzsystemen basieren und chemisch an die Silikonoberfläche binden oder sich mechanisch darin verankern können. Diese Farben müssen außerdem mit dem später aufzutragenden Klebstoff kompatibel sein und dürfen die Trenneigenschaften der Folie nicht beeinträchtigen. Im Kontext des internationalen Handels ist die Stabilität der Farben während Transport und Lagerung wichtig. Farben können extremen Temperaturen ausgesetzt sein, was die Viskosität beeinflussen, zur Ausfällung von Bestandteilen oder zur Gelierung führen kann. Robuste Verpackung und formulierte Stabilität über einen weiten Temperaturbereich sind daher essentielle Eigenschaften einer Druckfarbe, die auf internationale Märkte geliefert wird. Für Unterstützung bei der farbseitigen Druckmaschinenbedienung, zur Fehlerbehebung bei häufigen Problemen wie Schaumbildung, pH-Wert-Drift oder Haftungsproblemen sowie für den Zugang zu unserem gesamten Sortiment an stabilen, leistungsstarken Flexodruckfarben wenden Sie sich bitte an unser technisches Service-Team. Wir setzen uns dafür ein, Ihnen die Unterstützung und Produkte bereitzustellen, die Sie für einen erfolgreichen Druck benötigen.