Die erfolgreiche Anwendung von Flexodruckfarben ist eng mit dem gesamten Drucksystem verknüpft – der Druckmaschine, den Aniloxwalzen, den Druckplatten und dem Substrat. Um Probleme zu beheben und die Druckqualität zu optimieren, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich. Eine häufige Herausforderung ist das Antrocknen der Farbe auf der Aniloxwalze, insbesondere bei wasserbasierten Farben in offenen Farbkästen oder bei langsam laufenden Maschinen. Dies kann zur Verstopfung der Zellen führen, was einen helleren Druck ergibt und schließlich ein kostspieliges und zeitaufwändiges Reinigungsverfahren der Aniloxwalze erforderlich macht. Moderne Druckmaschinen mit geschlossenen Kammerarztsystemen verringern dieses Risiko, indem sie die Luftexposition minimieren und geringere Farbmengen ermöglichen. Auch die Beziehung zwischen Farbklebrigkeit (Tack) und Plattenabzug ist entscheidend. Ist die Klebrigkeit der Farbe zu hoch, kann sie beim Ablösen des Bogenmaterials vom Druckbild die Plattensubstanz anreißen, was zu Schäden an der Platte oder zum sogenannten Picking führt, besonders bei Papierbögen. Die Klebrigkeit kann mit einem Tackometer gemessen werden und wird oft durch Zugabe kompatibler Lösungsmittel oder Tack-Reducer verringert. Beim mehrfarbigen Prozessdruck muss die Klebrigkeit korrekt sequenziert sein (typischerweise abnehmend von der ersten bis zur letzten Druckstation), um eine ordnungsgemäße Farbüberlagerung sicherzustellen und zu verhindern, dass die nachfolgende Farbe die vorherige vom Substrat abzieht. Ein Beispiel hierfür ist der Druck auf metallisiertem Papier für hochwertige Kosmetikverpackungen. Das Substrat ist nicht porös und stark reflektierend. Die Farbe muss sich gleichmäßig und glatt auflagern, um einen homogenen, hochglänzenden Film zu erzeugen, der weder marmoriert noch orange peelartig wirkt. Außerdem muss sie perfekt auf der metallischen Schicht haften. Eine UV-Flexodruckfarbe mit hervorragenden Nivelliermitteln und einem speziellen haftungsverbessernden Harzsystem wäre hierfür eine typische Lösung. Darüber hinaus muss die Farbe so formuliert sein, dass das sogenannte "Silbereffekt"-Phänomen vermieden wird, bei dem das metallische Substrat ungleichmäßig durch die Farbschicht hindurchscheint – ein Fehler, der oft mit der Pigmentkonzentration und der Dicke des Farbfilms zusammenhängt. Für Drucker, die in mehreren Regionen tätig sind, sind die globale Lieferkette und die Konsistenz der Farbbeschaffung von entscheidender Bedeutung. Ein Farbhersteller mit einem leistungsfähigen Fertigungs- und Qualitätskontrollsystem kann sicherstellen, dass derselbe Farbcode identisch funktioniert, unabhängig davon, ob er in Asien, Europa oder Amerika hergestellt wird. Diese globale Konsistenz ist für internationale Marken von größter Wichtigkeit. Wir sind bestrebt, leistungsstarke, konsistente und innovative Flexodruckfarblösungen anzubieten. Bei konkreten Anfragen bezüglich der Leistung unserer Produkte auf Ihren spezifischen Substraten, deren Konformität mit internationalen Vorschriften oder zur Beantragung von Mustern für Maschinentests bitten wir Sie, unsere Kundendienstabteilung zu kontaktieren. Diese wird Sie mit einem technischen Berater verbinden, der Ihre Anforderungen detailliert bearbeiten kann.