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Welche UV-Druckfarben eignen sich für den Druck auf Papiertüchern?

2026-02-05 13:04:05
Welche UV-Druckfarben eignen sich für den Druck auf Papiertüchern?

Warum Standard-UV-Druckfarben bei Papiertüchern versagen

Das Porositätsparadox: Wie schnelle kapillare Absorption die Oberflächenhärtung beeinträchtigt

Die Herstellung von Papiertüchern mit ihren lockeren Zellulosefasern verleiht ihnen eine außergewöhnliche Porosität, wodurch sie Flüssigkeiten durch Kapillarwirkung besonders schnell aufnehmen. Standardmäßige UV-Druckfarbe wird tief in diese Papiertücher gezogen, bevor sie ausreichend aushärten kann. Was geschieht dann? Die Photoinitiatoren an der Oberfläche werden verbraucht, sodass die Farbe nicht wie vorgesehen vollständig vernetzt wird. Labortests haben gezeigt, dass ungeleimte Kraft-Papiertücher Flüssigkeit in weniger als einer halben Sekunde aufnehmen – dreimal schneller als herkömmliche gestrichene Papiere. Dadurch bleibt die UV-Farbe unzureichend gehärtet und haftet stark schlecht auf der Oberfläche. In der Praxis führt dies dazu, dass bedruckte Motive beim Transport oder bei Bewegungen der Verpackung abreiben, und die Farben verblassen bereits bei geringer Beanspruchung rasch. Für Unternehmen, die markenbezogene Spender verkaufen, ist dies von großer Bedeutung, da Kunden die Qualität an der Haltbarkeit der Grafiken über die Zeit beurteilen.

Mechanische Inkompatibilität: Rissbildung und Delaminierung unter Zugspannung während des Ausgebens oder Abwischens

Herkömmliche UV-Druckfarben bilden einen starren, spröden Polymerfilm, der mit der dynamischen Flexibilität von Papiertüchern unvereinbar ist. Unter Zugspannung beim Ausgeben oder Abwischen:

  • Acrylatbasierte Filme brechen an Dehnungspunkten unterhalb einer Dehnung von 8 %
  • Ein Modulus-Mismatch löst die Delaminierung an der Faser–Farb-Schnittstelle aus
  • Die Abriebfestigkeit sinkt um 40–60 % im Vergleich zu Drucken auf starren Substraten

Sichtbare Rissbildung tritt häufig bereits nach nur 5–10 Ausgabevorgängen auf – was sowohl das Markenerscheinungsbild als auch die funktionale Hygiene beeinträchtigt, insbesondere in klinischen Umgebungen, wo die Integrität des Tuchs unmittelbar die Infektionskontrolle beeinflusst.

Wesentliche Substrateigenschaften, die die Verträglichkeit von UV-Druckfarben bestimmen

Flächengewicht, Faserdichte und Größungsgrad – prädiktive Indikatoren für Farbhaltevermögen und Filmintegrität

Drei Substrateigenschaften prognostizieren zuverlässig die Leistung von UV-Druckfarben auf Papiertüchern:

  • Basisgewicht (g/m²) regelt die Absorptionskapazität: Gewichte unter 25 g/m² erhöhen das Risiko eines Durchschlagens der Tinte, während ≥30 g/m² eine kontrollierte Tintenbindung unterstützt.
  • Faserdichte gestaltet die Oberflächentopographie – lockere Gewebe erzeugen ungleichmäßige Aushärtungsbereiche, die Delamination begünstigen; eine engere Ausrichtung führt zu einer gleichmäßigen Belichtung und einer höheren Filmintegrität.
  • Größenstufe , bestimmt durch interne hydrophobe Behandlungen, reguliert kritisch die Tintenwanderung. Eine unzureichende Grützung beschleunigt das Eindringen der Tinte um das 1,5-Fache (Ponemon 2023) und entzieht der Oberfläche die für eine robuste Aushärtung erforderlichen Photoinitiatoren.

Diese Faktoren erklären gemeinsam 63 % der Druckfehler bei saugfähigen Materialien – und sollten daher stets zusammen, nicht isoliert, bewertet werden.

Eigentum Geringes Risiko Hoher Nutzen
Basisgewicht Tintendurchschlag Gesteuerte Absorption
Faserdichte Filmriss beim Abwischen Gleichmäßige Aushärtungsoberfläche
Größenstufe Kapillarbedingter Aushärtungsfehler Optimale Tintenbindung

Druckfachleute sollten Substrate mit einer Flächengewicht von >30 g/m², eng ausgerichteten Fasern und nachgewiesenen Größungskonzentrationen priorisieren – dies ist die Grundlage für zuverlässige Haftung und langfristige Haltbarkeit.

UV-Drucktintenformulierungen, die für saugfähige Zellulosesubstrate nachgewiesen sind

Kationische UV-Drucktinte: Hervorragende Haftung auf ungrößtem Kraftpapier-Tuch (ISO 9211-3 validiert)

Die kationische UV-Druckfarbe löst tatsächlich zahlreiche Probleme, mit denen radikalische Systeme bei der Verarbeitung poröser Materialien konfrontiert sind – und zwar dank eines sogenannten Nachbelichtungs-Dunkelhärtungsmechanismus. Grundlegend geschieht Folgendes: Die chemische Reaktion setzt sich auch nach der Belichtung fort, während die Farbe weiter in die Cellulosefasern eindringt. Dadurch entstehen besonders feste Bindungen, was insbesondere bei ungestrichenem Kraft-Papiertuch deutlich wird. Prüfungen gemäß der Norm ISO 9211-3 haben gezeigt, dass nach nassen Abriebtests rund 98 % der bedruckten Fläche haften bleibt. Das Besondere an dieser Farbe ist ihre Unempfindlichkeit gegenüber Sauerstoffkonzentrationen; es treten daher keine Oberflächenhemmungsprobleme auf, die bei saugfähigen Substraten häufig zu klebrigen Drucken oder geringer Haltbarkeit führen. Hersteller, die auf diese Farbe umgestiegen sind, berichten von etwa 60 % weniger Fällen, in denen bedruckte Motive während der Produktion von diesen hochporösen Papiertuchsorten abblättern, verglichen mit herkömmlichen UV-Farben.

Hybride Acrylat-Epoxid-UV-Druckfarbe: Ausgewogenes Verhältnis aus Flexibilität, Aushärtungsgeschwindigkeit und Beständigkeit gegen Absorption

Wenn wir über hybride Acrylat-Epoxid-UV-Druckfarben sprechen, beziehen wir uns auf eine Kombination, die die schnelle Oberflächenaushärtung von Acrylaten mit der flexiblen Vernetzungsstruktur von Epoxiden vereint. Diese Mischung bietet Druckern das Beste aus beiden Welten: Geschwindigkeit und Haltbarkeit. Der Epoxidanteil leistet zudem etwas Wichtiges: Er verhindert jene lästigen Probleme mit kapillarem Aufsaugen beim Auftragen von Drucken, ermöglicht dem Material aber dennoch eine Dehnung bis zu 200 % vor dem Bruch. Das bedeutet, dass beim Aufbringen von Zugspannung durch Dosiergeräte während des Druckvorgangs keine Risse entstehen. Diese Farben härten vollständig innerhalb von nur 0,3 Sekunden aus, sobald sie Licht im Wellenlängenbereich von 300 bis 400 Nanometern ausgesetzt werden – ein entscheidender Vorteil bei dünnen Materialien mit einem Flächengewicht unter 20 Gramm pro Quadratmeter. Labortests haben konsistent gezeigt, dass diese Hybridformulierungen gegenüber herkömmlichen Acrylatfarben eine um etwa 40 % höhere Beständigkeit gegenüber nasser Abriebprüfung aufweisen. Für Branchen wie Gastronomie und Gesundheitswesen, in denen Oberflächen regelmäßig gereinigt werden, macht dies einen entscheidenden Unterschied bei der langfristigen Erhaltung der Druckintegrität.

Praktischer Auswahlrahmen für UV-Druckfarbe auf Papiertüchern

Die Auswahl der richtigen UV-Druckfarbe für Papiertücher ist keine reine Schätzung, sondern erfordert sorgfältige Abwägung der Materialien und ihrer tatsächlichen Leistung. Beginnen Sie zunächst mit grundlegenden Tests: Prüfen Sie die Wasserdurchlässigkeit des Tuchmaterials nach ISO 535 und stellen Sie sicher, dass das Papier ausreichend dick ist – mindestens 40 Gramm pro Quadratmeter verhindern ein Durchsickern der Farbe. Bei handelsüblichen, unbehandelten Kraftpapiertüchern empfehlen sich kationische Farben, da diese eine bessere Haftung aufweisen als die meisten anderen; gemäß ISO 2409 sollte die Haftfestigkeit etwa 4 Newton pro Zentimeter betragen. Falls die Tücher in engen Spendergeräten zum Einsatz kommen, bei denen Zugspannung eine Rolle spielt, sollten spezielle Hybridfarben mit kombinierten Acrylat- und Epoxid-Eigenschaften gewählt werden. Diese müssen sich ausreichend dehnen lassen, um mechanischer Belastung standzuhalten, ohne zu reißen; idealerweise zeigen sie vor dem Bruch mindestens 15 % Dehnung gemäß ASTM D638.

  • Aushärtekompatibilität bestätigen Sie, dass die Lampenleistung (Quecksilberdampflampe oder LED) mit dem Absorptionsbereich des Photoinitiators der Tinte (typischerweise 320–390 nm) übereinstimmt und die gelieferte Energiedichte ≥300 mJ/cm² beträgt, um eine vollständige Polymerisation sicherzustellen.
  • Funktionsprüfung führen Sie die ISO-2836:2021-Reibfestigkeitsprüfung und die TAPPI-T456-Nassfestigkeitsprüfung unter Bedingungen durch, die realistische Wischkräfte simulieren – nicht nur statische Laborwerte.
  • Regulatorische Harmonisierung für Anwendungen im Lebensmittelkontakt ist die Einhaltung der FDA-Vorschrift 21 CFR §175.300 oder der EU-Verordnung 10/2011 zu bestätigen – beide werden von führenden Tintenherstellern regelmäßig für die Sicherheit bei indirektem Lebensmittelkontakt zitiert.

Top-Anbieter liefern detaillierte technische Spezifikationen für verschiedene Substrate, darunter Viskositätsbereiche zwischen 500 und 1.500 cP bei Raumtemperatur, vorgeschlagene Anilox-Zellvolumina von 4,0 bis 7,0 BCM sowie Informationen zur Aushärtung der Materialien bei verschiedenen Wellenlängen. Praxisnahe Tests sind jedoch unbedingt erforderlich: Druckproben müssen über drei volle Tage hinweg in kontrollierten Umgebungen mit einer Temperatur von etwa 70 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 65 % einer simulierten Alterungsprüfung unterzogen werden. Dadurch lässt sich überprüfen, ob die Farben langfristig stabil bleiben, wie gut die Haftung ist und ob die Drucke auch den unterschiedlichsten Umwelteinflüssen standhalten, denen sie während des normalen Betriebs ausgesetzt sind. Dieser strenge Ansatz reduziert Probleme wie Abblättern, Rissbildung oder Ausbleichen von Drucken tatsächlich deutlich. So wird sichergestellt, dass alles sowohl optisch ansprechend als auch funktionsgerecht bleibt – selbst auf schwierigen hochabsorbierenden Papiersorten, die tendenziell zu viel Tinte aufnehmen.

Häufig gestellte Fragen

Warum versagt Standard-UV-Druckfarbe auf Papiertüchern?

Standard-Tinten für UV-Druck versagen, weil die schnelle kapillare Absorption durch Papiertücher die Tinte tief in das Material zieht, bevor sie auf der Oberfläche ordnungsgemäß aushärten kann.

Wodurch eignet sich kationische UV-Drucktinte für Papiertücher?

Kationische UV-Drucktinte verfügt über einen nach der Bestrahlung ablaufenden Dunkelhärtungsmechanismus, der auch nach der Bestrahlung weiterhin chemische Reaktionen fortsetzt und Bindungen verstärkt – was sie ideal für poröse Materialien wie Papiertücher macht.

Wie unterstützen Hybrid-Acrylat-Epoxid-Tinten den UV-Druck auf saugfähigen Substraten?

Hybrid-Acrylat-Epoxid-Tinten kombinieren die schnelle Oberflächenhärtung von Acrylaten mit der Flexibilität von Epoxiden, unterbinden die kapillare Saugwirkung und ermöglichen es dem Material, sich zu dehnen, ohne zu reißen.